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Bewegung als Herzensangelegenheit: Thannhausen ist die „Revolutionärste Gemeinde 2025“

27. August 2025

Bei der Siegerehrung der „Revolutionärsten Gemeinde 2025“ der Bewegungsrevolution am Mittwoch mit dabei (v.l.n.r.): Bernd Leinich (Geschäftsführer Gesundheitsfonds Steiermark), Nadja Büchler (Geschäftsführerin Bewegungsland Steiermark gGmbH), Karlheinz Kornhäusl (Gesundheitslandesrat), Gerlinde Schneider (Bürgermeisterin Puch bei Weiz, 2. Platz), Johannes Hiebler-Texer (Bürgermeister Thannhausen, 1. Platz), Helmut Ofner (Bürgermeister Kirchberg an der Raab, ebenso 2. Platz), Marco Triller (Klubobmann) sowie Gerhard Widmann (Präsident ASKÖ Steiermark).

 

Foto: Arvideo/Die Bewegungsrevolution

Sechs steirische Gemeinden wurden heuer von der Bewegungsrevolution im Rahmen der Aktion „Revolutionärste Gemeinde 2025“  begleitet, um der Bevölkerung vor Ort mehr Bewegungsmöglichkeiten anzubieten. Am Ende holte sich Thannhausen den Titel, der 10.000 Euro Prämie bringt.

Die Bewegungsrevolution, die Initiative des Gesundheitsfonds Steiermark in Kooperation mit den drei Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION, setzt sich schon seit Juni 2023 das große Ziel, mehr Bewegung in den Alltag der Steirer:innen zu bringen. Dies sollte ganz speziell auch in den Gemeinden vorgelebt und umgesetzt werden, denn gerade die Kommunen stellen eine bedeutende Verbindung dar, wenn es darum geht, der steirischen Bevölkerung die Wichtigkeit der Bewegung zu veranschaulichen.

Und so wurde auch heuer wieder das Projekt „Revolutionärste Gemeinde“ durchgeführt, an dem sechs Kommunen teilnahmen, um gemeinsam mit dem Team der Bewegungsrevolution innovative Maßnahmen zu entwickeln, um Bewegung und Aktivitäten nachhaltig in den Alltag ihrer Bewohner:innen zu integrieren: Thannhausen, Kirchberg an der Raab, Puch bei Weiz sowie Schwarzautal, Gaishorn am See und Kitzeck im Sausal. Die drei erstgenannten Gemeinden schafften es ins Finale, eine Jury – bestehend unter anderem aus Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl und Klubobmann Marco Triller – ermittelte letztendlich den Sieger:

 Thannhausen wurde heute feierlich zur „Revolutionärsten Gemeinde 2025“ im Beisein von Politik und Medien gekürt. Am Bild (v.l.n.r.): Bernd Leinich (Geschäftsführer Gesundheitsfonds Steiermark), Nadja Büchler (Geschäftsführerin Bewegungsland Steiermark gGmbH), Karlheinz Kornhäusl (Gesundheitslandesrat), Johannes Hiebler-Texer (Bürgermeister Thannhausen), Marco Triller (Klubobmann), Gerhard Widmann (Präsident ASKÖ Steiermark). 

 

Foto: Arvideo/ Die Bewegungsrevolution

„Ich mach mit – du machst mit – Thannhausen macht mit“

Die Gemeinde Thannhausen darf sich dank ihres einzigartigen Projektes über den Titel und 10.000 Euro freuen. In der 2.400-Einwohner:innen-Gemeinde wurde Bewegung zur Herzensangelegenheit, denn hier wurde mit verschiedensten Formaten versucht, die gesamte Bevölkerung – von jung bis alt – einzubinden und zu motivieren. Vor allem die vier Wanderungen „Von Dorf zu Dorf“ für Familien, „Von Berg zu Berg“ für Sportliche, „Von Hof zu Hof“ mit Besuchen bei landwirtschaftlichen Betrieben und „Von Bankerl zu Bankerl“ für die ältere Generation waren äußerst beliebt und das große Aushängeschild der siegreichen Gemeinde. Besonders die Hofwanderung mit über 250 Teilnehmenden wusste zu begeistern. Zusätzlich wollten sich alle hiesigen Vereine mit eigenen Bewegungstagen präsentieren, um ihre Angebote sichtbar zu machen und neue bewegungsfreudige Mitglieder zu gewinnen. Auch die Volksschule in Peesen zeigte sich motiviert und initiierte das Projekt „Bewegte Generationen“. Dabei machten die Kinder gemeinsam mit den Großeltern Yoga, führten Ballspiele durch und trainierten mit ihnen Koordination und Beweglichkeit. Als besonderer Anreiz für alle Gemeindebewohner:innen wurde zudem ein Bewegungspass eingeführt, mit einem vollen Pass konnte man bei der Abschlussveranstaltung Ende August tolle Preise gewinnen.

 

Warum all diese Aktionen in Thannhausen so vorbildlich funktioniert haben, erklärt Bürgermeister Johannes Hiebler-Texer: „Weil alle an einem Strang gezogen haben! Vom Verein „Thannhausen bewegt“, der Landjugend, Singgemeinschaft, Reit-, Tennis- und Eisschützenvereinen bis zu Elternverein und Landwirt:innen – alle wollten Bewegung sichtbar machen und gemeinsam etwas bewegen.“ Einen großen Anteil dabei hatte auch Bewegungsrevoluzza Rosa Derler, die alle zur Teilnahme motivieren konnte und eindrucksvoll bewiesen hat, was man innerhalb kurzer Zeit erreichen kann, wenn man will.

Die Highlights der Bewegungsmaßnahmen in Thannhausen: Foto 1 zeigt die Hofwanderung mit über 250 Teilnehmer:innen (Copyright: Rosa Derler), die Fotos 2 und 3 wurden beim Sommersportbrunch aufgenommen. Interessierte durften den Schläger beim Tennis oder die Sticks beim Pound Fitness schwingen. (Copyright: Arvideo/ Die Bewegungsrevolution).

Den hervorragenden 2. Platz belegte Kirchberg an der Raab.

 

Foto: Arvideo/Die Bewegungsrevolution

Kirchberg an der Raab: Bewegung als Gemeinschaftsprojekt

Auch in Kirchberg an der Raab waren motivierte Personen am Werk. Bewegung wurde in der Gemeinde zum Gemeinschaftsprojekt. Ziel war es, möglichst viele Altersgruppen mit regelmäßigen Bewegungseinheiten zu erreichen. Den Auftakt bildete der erste Bewegungstag am 1. Mai, bei dem rund 150 Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Sportarten und Bewegungsformen ausprobieren konnten – von Fußball, Basketball, Aerobic, Klettern bis zur Bewegungslandschaft für die Kleinsten.

 

Mit dem „Fitwoch“ im Mai und Juni wurde der Kirchpark mittwochs zum Treffpunkt für alle Bewegungsfreudigen. Unterschiedliche Trainer:innen präsentierten ein buntes Bewegungsprogramm – angefangen von Line Dance bis hin zu Smovey oder Seniorenturnen. Besonders die Line-Dance-Einheit mit über 40 Teilnehmer:innen war ein Highlight. Der zweite Bewegungstag fand im Juli als „Tag im Bad“ im Seerosenbad statt. Dort gab es ein vielfältiges Bewegungsangebot – von Yoga und Hip-Hop bis Tischtennis und Familienspielen. Der dritte  Bewegungstag soll am 30. August mit einer Kinderolympiade, organisiert gemeinsam mit dem USG Berndorf/Oberstorcha, über die Bühne gehen.

Bewegungsmaßnahmen, die heuer in Kirchberg an der Raab tatkräftig umgesetzt wurden: Die Fotos zeigen zwei von drei Bewegungstagen: Einer davon fand im Juli im Seerosenbad statt, wo Interessierte zum Mitmachen animiert wurden. Copyright: Die Bewegungsrevolution & Arvideo/ Die Bewegungsrevolution.

Ebenso den zweiten Platz holte sich die Gemeinde Puch bei Weiz mit ihren Bewegungsmaßnahmen.

 

Foto: Arvideo/Die Bewegungsrevolution

Puch bei Weiz: Generationenpark als Herzstück

In Puch bei Weiz steht die Bewegungsrevolution ganz im Zeichen von gemeinsamer Bewegung im öffentlichen Raum. Das Herzstück des Projekts ist der neue Generationenpark mit Calisthenics-Anlage, der im Frühjahr feierlich eröffnet wurde. Seither wird der Park nicht nur von der Bevölkerung begeistert genutzt, sondern ist auch fixer Bestandteil im Schulalltag: Neben dem Turnunterricht, der mitunter auch im Generationenpark stattfindet, wurde gemeinsam mit der Bewegungsrevolution ein Bewegungstag zusammen mit der Mittelschule veranstaltet. Dort wurden die Schüler:innen von Trainer:innen eingeschult und angeleitet. Zusätzlich wurden digitale Übungsvideos direkt bei der Calisthenics-Anlage aufgenommen – abrufbar via QR-Code. Die Übungen sind sowohl für Einsteiger:innen als auch Fortgeschrittene geeignet und machen das Training im Park noch attraktiver. Mit diesem Generationenpark und den Angeboten wurde eine wichtige Bewegungsressource in der Gemeinde geschaffen.

Neues Herzstück in Sachen Bewegung in Puch bei Weiz: Der Generationenpark mit Calesthenics-Anlage, der auch im Turnunterricht genutzt wird. Copyright: Arvideo/ Die Bewegungsrevolution.

Schwarzautal, Kitzeck und Gaishorn – drei weitere aktive Gemeinden

Erwähnenswert sind auch die Projekte, die von den übrigen drei Gemeinden erarbeitet wurden. In Schwarzautal wurden gemeinsam mit einem örtlichen Verein Lauf- und Walking-Strecken definiert und beschildert. Der Ausgangspunkt aller sechs Strecken ist beim Generationenpark „Alte Mühle“, der im Sommer feierlich eröffnet worden ist. Entlang der Routen wurden verschiedene Stationstafeln installiert, auf denen Übungsanleitungen zu finden sind, die man einfach in den Spaziergang bzw. in weiterer Folge in den Alltag integrieren kann.

In Kitzeck im Sausal wurde bei vielen bestehenden Veranstaltungen das Thema Bewegung integriert. Bei einem Fahrsicherheitstraining für Mopeds konnten die Parcours zum Beispiel auch mit dem Fahrrad oder Rollschuhen etc. absolviert werden. Im Zuge des Maibaumaufstellens fand etwa ein Familien-Tennis-Turnier statt, und eine „Blutdruckwanderung“ über die steile Ranke (= steilster Weingarten Österreichs) war ein weiteres Highlight. Besonders hervorzuheben ist, dass neue Bewegungsangebote wie ein Eltern-Kind-Turnen oder Yogilates in die Gemeinde gebracht werden konnten.

In Gaishorn am See ist der bereits vorhandene Volleyballplatz erneuert worden, damit dieser als zentraler Ort der Bewegung wieder neu belebt werden kann. Zusätzlich ist ein öffentlicher Tischtennistisch angeschafft worden, der zur aktiven Freizeitgestaltung im Ort beiträgt. Mit diesen Initiativen fördert die Gemeinde das soziale Miteinander und schafft ein attraktives Bewegungsumfeld für alle.

Thannhausen wurde am 27.08.2025 feierlich zur „Revolutionärsten Gemeinde 2025“ im Beisein von Politik und Medien gekürt. Foto: Arvideo/Die Bewegungsrevolution
Thannhausen wurde am 27.08.2025 feierlich zur „Revolutionärsten Gemeinde 2025“ im Beisein von Politik und Medien gekürt. Foto: Arvideo/Die Bewegungsrevolution

Ab sofort für die „Revolutionärste Gemeinde 2026“ bewerben!

Kathrin Hofer, die seitens der Bewegungsrevolution für die „Revolutionärste Gemeinde“ verantwortlich zeichnet, kann auf jeden Fall zufrieden bilanzieren: „Die Gemeinden waren extrem motiviert und es ist ihnen eindrucksvoll gelungen, das wichtige Thema Bewegung in den Gemeinden zu verankern. Die Projekte sollen nun natürlich nachhaltig weitergeführt werden, sodass sie ein fixer Bestandteil für das Gemeindeleben werden.“

 

Im kommenden Projektjahr werden wieder sechs steirische Gemeinden von der Bewegungsrevolution begleitet. Es werden erneut gemeinsam Ideen entwickelt und individuelle Projekte umgesetzt. Interessierte Gemeinden können sich für die neue Periode mit einem Motivationsschreiben bis 15. September bewerben – alle Infos dazu gibt es auf https://diebewegungsrevolution.at/die-revolutionaerste-gemeinde . Die Gemeinden werden danach vom Begleitungsteam ausgewählt. Der Kooperationszeitraum erstreckt sich bis August 2026, wodurch diesmal etwas mehr Zeit für die Umsetzung von Projekten und Maßnahmen bleibt. Die Gemeinden erhalten eine finanzielle Unterstützung von jeweils bis zu 5.000 Euro, die sie zweckgebunden für Bewegungsinterventionen einsetzen. Am Ende des Projektes wird wieder mindestens eine Kommune zur „Revolutionärsten Gemeinde 2026“ gekürt und mit bis zu 10.000 Euro für weitere Bewegungsprojekte belohnt.